Gedichte

Es geschieht, dass eine kleine Seel die Erde nur streift.
ihr Ankommen und Gehen fallen in eins.
Ihr kurzes Verweilen ist nicht umsonst,
denn sie verändert die Erde.
Sie hinterlässt Spuren in den Herzen derer,
die sie erwartet haben.
Mögen diese Spuren in die Zukunft führen.

Doris Kellner

  

Ich sag‘ Euch, warum wir traurig sind:
Verloren haben wir ein Kind.
Ein kleines Menschlein – wunderschön,
weil wir es mit dem Herzen sehen.
Wie groß, wie schwer – das ist egal,
für uns ist dieses Kind real!!!
Wir möchten einfach, daß Ihr wisst
wie wichtig uns dies Menschlein ist!
Drum nehmt uns bitte, wie wir sind –
Eltern, die trauern um ein Kind.

unbekannt

  

Niemals, Kind, werd´ich verstehen
warum musstest du von uns gehen
so vieles hatten wir geplant
niemals deinen Tod erahnt.
niemals, Kind, werd´ich verstehen
warum musstest du von uns gehen
du größter Schatz, den wir besessen
niemals, Kind, wirst du vergessen.

Ralf Korrek

  

Sterneneltern heißen wir,
denn unser Kind verloren wir.
Viel zu früh ist es gegangen,
kaum das sein Leben angefangen…

Wie alt es war? Das ist nicht wichtig!
Wie groß, wie schwer – auch das ist nichtig!
Es war unser geliebtes Kind
und bleibt’s, bis wir gegangen sind…

Wollt Ihr uns echte Hilfe bringen,
laßt seinen Namen hell erklingen!
Laßt uns reden, helft uns trauern,
reißt mit uns ein die Schweigemauern…

Ralf Korrek

  

Vom Tag an als wir von dir gewusst,
schlug schneller das Herz in unserer Brust.
Schon planten wir unser neues Leben,
Dir galt unsere Liebe, unser Leben.
Liebevoll hatten wir alles geplant,
doch nie das bittere Ende erahnt.
Nun spüren wir Sehnsucht und Trauer,
für immer verweist bleibt Dein Platz im Kinderzimmer.
In tausend Scherben liegt unser Glück,
nur wenige Dinge bleiben von Dir zurück.
Doch zeigen sie alle – es hat Dich gegeben,
Du gehörst nun für immer in unser Leben.
Wir spüren, dass Du unser Schutzengel bist
und wissen nun, was wirklich wichtig ist.
Nun sehen wir die Dinge mit anderen Augen,
und merken auch, was wirkliche Freunde taugen.
So klein du auch warst… So kurz unsere Zeit,
wir lieben Dich in alle Ewigkeit.
Und schauen zu Dir auf in sternenklarer Nacht –
Du hast uns zu stolzen Eltern gemacht.

Geschrieben von june0411 auf reimemaschine.de

  

Das Land der Sternenkinder fern,
darf man im Traum besuchen.
Man fliegt vorbei am Märchenstern,
und landet zwischen Buchen.

Tritt man aus dem Wald heraus,
wiegt Blumen leis der Wind.
Bunt und lustig sieht das aus,
so liebt es jedes Kind!

Schönes Spielzeug gibt es hier,
auch manchen Kletterbaum.
Der große Zoo mit Wildgetier,
ist auch ein Kindertraum.

Sonnig-warm ists jeden Tag,
weil Kinder gerne lachen.
Und wollen sie im Schnee rumtoben?
Auch dieses läßt sich machen!

Wenn einmal leichter Regen fällt,
aus Wolken, die vorrüberzogen.
Zaubert er ans Himmelszelt,
nen bunten Regenbogen.

Es spielen schön in lustger Runde,
die Sternchen groß und klein.
Sie lachen, toben manche Stunde,
im hellen Sonnenschein.

Keinen Zank und keinen Streit
gibt es in dieser Schar –
nur Kinderlachen weit und breit
lauscht man – wunderbar!

Nichts und niemand stört den Kreis
der kleinen Engelein…
Doch manchmal wunderbar und leis,
dringt doch von außen ein.

Ein kleines Lied, ein liebes Wort
ein Schluchzen, ein Gebet –
beweist, dass (obgleich sehr weit fort)
der Eltern Liebe nie vergeht!

Glücklich ist der kleine Stern
und macht sich auf die Reise.
Grüßt seine lieben Eltern fern
auf seine eigene Weise.

Sein Zeichen kann der Regen sein,
der Sternenglanz im Dunkel,
Der Schmetterling, der Windhauch fein,
das Morgentaugefunkel.

Das Land der Sternenkinder fern,
wie gut das es das gibt!
Es hütet jenen kleinen Stern,
auf Erden heiß geliebt.

Geschrieben von june0411 auf reimemaschine.de

  

Still, seid leise,
es waren Engel auf der Reise.

Sie wollten ganz kurz bei euch sein,
warum sie gingen, weiß Gott allein.

Sie kamen von Gott, dort sind sie wieder,
wollten nicht auf unsere Erde nieder.

Ein Hauch nur bleibt von ihnen zurück,
in euren Herzen ein großes Stück.

Sie werden jetzt immer bei euch sein,
vergesst nie, sie waren noch so klein.

Geht nun ein Wind, an mildem Tag,
so denkt, es war ihr Flügelschlag.

Und wenn ihr fragt, wo mögen sie sein ?
Ein Engel ist niemals allein.

Sie können jetzt alle Farben sehen
und barfuß durch die Wolken gehen.

Vielleicht lassen sie sich hin und wieder
bei den Engelskindern nieder.

Und wenn ihr sie auch sehr vermisst und weint,
weil sie nicht bei euch sind,
so denkt, im Himmel, wo es sie nun gibt, erzählen sie stolz:
Wir werden geliebt!

Von Unbekannt